Bye Bye my Mini


Ich habe 2001 meinen Führerschein erhalten und ab dann wurde alles mit dem Auto erledigt. Ich ärgerte mich über Staus, teure Parkgebühren und natürlich die Spritpreise.
Im Jahr 2014 wurde ich dann in den Gemeinderat gewählt und zur Wahrnehmung meiner Aufgaben als Gemeinderätin wurde mir ein Parkplatz oder eine Jahreskarte des ÖPNV angeboten. In diesem Moment entschied ich mich für den ÖPNV und gegen einen Parkplatz. Jetzt hieß es meine Gemeinderatstermine mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erledigen.

Das Auto rückte immer mehr in den Hintergrund. Es wurde nur noch dazu verwendet zum normalen Job in Laupheim zu gelangen … und da stand es den ganzen Tag und wartete, dass wir wieder den Rückweg antreten. Ich versuchte auch den ÖPNV auf den Weg zu meinem Arbeitsplatz einzubinden, was aber bei 2 Stunden, statt 20 Minuten, für den gleichen Weg nicht praktikabel war. Ich verstehe Pendler*Innen die in diesem Fall nicht auf ihr Auto verzichten möchten sehr gut.

Auch deshalb habe ich mich 2018 dafür entschieden meinen Arbeitsplatz von Laupheim nach Ulm zu verlagern. Ich wollte einfach weniger Auto fahren müssen.
Für viele Berufstätige ist das natürlich nicht einfach umsetzbar, aber für mich war das die Lösung.

Seit dem Jobwechsel steht mein Mini, dafür rennt mein Rad und wenn das Wetter schlechter wird steige ich auf den ÖPNV um. Der Alltag in der Stadt mit den ÖPNV ist möglich, sei es das Kind in die Kita zu bringen oder seine kleinen Einkäufe zu erledigen. Sicherlich kann man auf bestimmte Fahrten mit dem Auto nicht verzichten, aber reicht da nicht ein Auto pro Familie oder sogar ein Leihwagen?

Wir haben für unsere Lebenssituationen den Alltag so arrangiert, dass ein Auto ausreicht: Das ist ein Firmenwagen den hauptsächlich mein Mann nutzt.
Wir planen den Tag im Voraus, so dass wir alle Termine, beruflich oder privat, damit unter einen Hut bekommen.

Dies klappt so gut, dass wir uns dazu entschieden haben unser zweites Auto, das sich im letzten Jahr nicht mal 100 km bewegt hat, zu verkaufen. Zwischenzeitlich hat mein Mini ein neues zu Hause gefunden.

Nun muss ich wirklich fast ohne eigenes Auto auskommen.

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