Pressemitteilung – Leider kein wirklich freies W-LAN in Ulm

Ulm ist nun im Internet-Zeitalter angekommen und bietet ab sofort an ganzen vier Plätzen einen ‚freien und kostenlosen‘ Internetzugang an.

„Frei und kostenlos ist es nicht“, kommentiert Denise Elisa Niggemeier (Sprecherin für Infrastruktur), denn statt einen uneingeschränkten Zugang zu bieten wird eine Hürde wie eine Registrierung gesetzt. Dabei wird Name, Mobilfunknummer oder E-Mail-Adresse verlangt. Somit werden wieder Daten erhoben, die eine einfache und unkomplizierte Benutzung erschweren. Zudem ist die Zeitbegrenzung auch wieder eine weitere Hürde die dieses Angebot sehr unattraktiv machen.

Momentan ist dazu überhaupt nicht ersichtlich was mit den Daten bei der Registrierung und der Nutzerdaten geschieht. Hier fehlt die Transparenz des Betreibers, welcher Provider dahinter steht. „Von wegen kostenlos, bezahlt wird mit Daten. Eine klassische Mogelpackung“, so Niggemeier.

Ulm hat nun Geld in die Hand genommen und ein sehr fragwürdiges Internetprojekt geschaffen. „Vor allem die Kosten von 205 Tausend Euro stehen in keinem Verhältnis zur Leistung“, kritisiert haushaltspolitische Sprecherin Lena Christin Schwelling. „Freifunk wäre hier das Schlüsselwort gewesen, in anderen Städten bieten diese Initiativen für einen weniger geringen Aufwand von Geld und Material wesentliche größere Gebiete an wirklicher kostenloser und freier Internetnutzung ohne eine Registrierung und Speicherung der Daten.“ Und wie unkompliziert dies geht, zeigt der bereits vor Wochen installierte Freifunkrouter in der GRÜNEN Fraktion Ulm³ und in einer Anwaltskanzlei am Münsterplatz.

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