Wofür gibt Ulm eigentlich Geld?

Für BürgerInnen der Stadt Ulm, die sich nur selten bzw. themenbezogen mit der Kommunalpolitik befassen, ist es fast unmöglich, sich in akzeptabler Zeit auf einen aktuellen Sachstand bezüglich der Haushaltssituation zu bringen. Als Hilfsmittel stehen dabei das Ratsinformationssystem, die Homepage der Stadt oder der Anruf bei der Fachabteilung zur Verfügung. Alle drei Wege setzen jedoch bereits ein solides Grundwissen voraus, um nicht an der ersten Hürde zu scheitern.

Doch die entscheidende Frage: „Wofür gibt Ulm im Detail eigentlich wie viel Geld aus?“ kann von der Mehrzahl der EinwohnerInnen unserer Stadt nicht beantwortet werden und im Zweifelsfall wüssten die Menschen vermutlich auch nicht, wie man an diese Informationen kommen könnte.

Zwar findet sich die Antwort theoretisch im Haushalt, den die Kämmerei veröffentlicht – doch wer hat schon Zeit, und Fachwissen, um ein hunderte Seiten langes Fachdokument durchzuarbeiten? Genau diesem Informationsdefizit kann man durch die Freigabe der Haushaltsdaten entgegenwirken.

Dabei muss das Rad nicht neu erfunden werden, das Projekt „Offener Haushalt“ kann den Haushalt visualisieren. Die Daten werden dabei in eine optische Größenrelation und einen Jahresvergleich von Konten dargestellt. Dies würde eine erhebliche Verringerung der Zugangshürde sowohl für interessierte BürgerInnen als auch für RatsmitgliederInnen und fachfremde Verwaltungsangestellte bedeuten.

Folgende Eckpunkte sollen dabei überprüft und realisiert werden:
1. Die Haushaltsdaten jährlich nach Verabschiedung des Haushaltes in einem offenen, maschinenlesbaren Format unter einer frei nutzbaren Lizenz bereit zu stellen
2. Die Visualisierung des Haushalts im Rahmen des Open Data-Projektes „Offener Haushalt“ vorzunehmen.

Damit schaffen wir für BürgerInnen mehr Transparenz und ermöglichen eine verständliche Übersicht wie die Stadt Ulm ihre Haushaltsmittel einsetzt.

Hier findet ihr den kompletten Antrag LINK

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